Jetzt sitze ich hier mit Bio Roiboosh Tee und Weltmusik, die aus den Boxen kommt, in Neukölln und will jetzt auch noch über mein Leben als Neuneuköllnerin schreiben. Na gut das mit der Weltmusik stimmt nicht, aber der Bio Tee ist tatsächlich voranden. Seit 2 Monaten wohne ich jetzt schon in Neukölln. Ich wurde noch nicht ausgeraubt, überfallen, oder blöd von der Seite angemacht. Dieses Klischee hat das liebe Neukölln noch nicht erfüllt, andere durchaus.
Zum Beispiel das Hundekotklischee. Die Straße in der ich wohne, in der Nähe vom S-Bahnhpf Sonnenallee, ist sehr ruhig. Es gibt einen Edeka am Eck, ein türkischer Wettladen und ein Begegnungszentrum für Jugendliche. Aber so bald ich die Haustür aufmache, müssen die Augen schon auf dem Boden sein. Kein Schritt ohne den Gehweg vorher kontrolliert zu haben. Die Hundehaufen sind unter Umständen Lebensgefährlich. Neulich wäre ich auf einem riesigen Haufen beinahe ausgerutscht.
Neukölln ist einfach wunderbar. Vor zwei Monaten bin ich aus einem kleinen Dorf aus Norwegen, nach einem Jahr wieder zurück nach Berlin gekommen. Vorher habe ich in Friedrichshain und Steglitz gewohnt. Und jetzt eben Neukölln. Hier sind die Mieten billig und es gibt schöne Wohnungen für wenig Geld, kein Klischee, sondern Tatsache. Wir, dass heißt meine Mitbewohnerin und Ich haben ein solches Exemplar erwischt. 4. OG, zwei Zimmer, eine riesige Küche, Balkon und Dielen. Frisch renoviert und seit Tempelhof geschlossen ist fliegen auch keine Flugzeuge mehr über unsere Köpfe.
In diesem Blog will ich andere ein Stück teilhaben lassen, wie verworren, lustig und traurig das Leben in Neukölln sein kann. Und wem irgendwann das Wort Neukölln zum Hals raushängt, der sollte dann vielleicht für eine Zeit was anderes lesen. Ich habe sogar überlegt, ob ich eine Tastenkombination für dieses Wort einrichte. Zwei Tasten gedrückt und schon steht Neukölln auf dem Bildschrim. Ich liebe diesen Bezirk. Demnächst dann mehr Liebesbekundungen.
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